Ofenlexikon

Abgasstutzen

Anschlussstück des Wärmeerzeugers zur Verbindung mit dem Rauchrohr. Unsere Öfen besitzen überwiegend einen Durchmesser von 150 mm

Abnahme

Jede in einem geschlossenen Raum installierte Feuerstelle muß vor ihrer ersten Inbetriebnahme beim zuständigen Schornsteinfegermeister 
angemeldet und abgenommen werden. Der Bezirksschornsteinfeger sollte mindestens 10 Tage vor Einbau der Feuerstätte informiert werden.

Abzugshaube

Trichterförmige Abdeckung einer offenen Feuerstelle zum Ableiten der Rauchgase in den Schornstein.

Anheizklappe

Instrument zum Lenken der Rauchgase in den Zügen. Verkürzt in der Anheizfläche die Zuglänge und somit den Widerstand der Gase.

Anzünden

Die preiswerte Art ein Ofenfeuer zu Entfachen ist mit Zeitungspapier und Kleinholz. Da das Papier jedoch mit viel Rückständen abbrennt empfehlen 
wir das Entfachen mit speziellen Anzündern(z.B. „Fidibusse“ Anheizstäbe von Brunner oder „Swissflame“ Feueranzünder). Diese entwickeln 8-10 Minuten
 lang ausreichend Hitze um normale Holzscheite direkt zu Zünden.Diese speziellen Anzünder sind leider etwas teuerer, aber man spart sich somit das 
Kleinholz und viel Arbeit. Am besten ist es die Holzscheite als Kreuzverbund in 3 „Etagen“ im Brennraum zu Stapeln. Die Abstände zwischen den 
Hölzern sollte um die 5cm betragen. Wenn der erste Stapel abgebrannt und genug Grundglut vorhanden ist werden beim Nachlegen die Holzscheite 
quer zur Ofentür in das Glutbett gepackt. Das Holz beschmutzt so beim Ausgasen an den Fasern nicht die Scheibe. Die erforderliche Holzmenge
 richtet sich nach der Nennwärmeleistung Ihres Ofens. Siehe auch Nennwärmeleistung.

Asche

Unverbrannter Rückstand einer Verbrennung. Eignet sich sehr gut zum Reinigen der Ofenscheibe (auf ein feuchtes Tuch auftragen, danach mit 
einem Glasreiniger nachwischen), aber bitte nur die feine Asche verwenden, damit die Scheibe nicht zerkratzt.

Ausfütterung

Erhöhung der Speichermasse durch Ausfüllen des Raumes zwischen Kacheln und Ofenkern\Brennraum.

Bioöfen

Genehmigungsfreie, schornsteinlose Öfen .Brennstoff ist der geruchs- und rauchfreie Ethanolalkohol .Pro Stunde darf maximal o,5 Liter abgebrannt werden. 
Optisch gefälliges Flammenspiel mit einem geringen Heizwert. Eine gute Luftzufuhr während des Abbrandes muss gewährleistet sein ,da auch bei der 
Verbrennung von Ethanol Kohlendioxid entsteht.

Brennraum

Ist der Raum in dem der Abbrand statt findet. Er sollte der Leistung des Ofen entsprechen. Die Nennwärmeleistung dient uns als Vorgabe. 
Die Nennwärmeleistung dividiert durch 3,1 ergibt die Holzmenge in kg, die der Brennraum aufnehmen soll. Dabei sollte das Holz noch genug Platz 
zu den Wänden haben um mit Luft versorgt zu werden. In einem zu großen Brennraum werden geringere Mengen Holz unsauber verbrannt.
Ein Ofen mit hoher Wärmeleistung sollte vom Brennraum nicht unterdimensioniert sein, um einen das Feuern nicht unnötig zu Erschweren 
(Holz hacken, nachlegen).

Brennwert

Bezeichnet die Summe der Wärmemenge eines festen Brennstoffs ohne Berücksichtigung der für die Verdampfung notwendigen Wärme. 
Im Unterschied dazu wird bei der Angabe des Heizwert die für die Verdampfung notwendige Wärme abgezogen. Somit lautet: Heizwert = Brennwert-Verdampfungswärme.

Briketts

Gesiebter und unter hohem Druck in Form gepresster Braunkohle bzw. Steinkohlestaub. Braunkohlebriketts besitzen einen Heizwert zwischen 4,2 und 4,8 kWh\kg. Steinkohlebriketts haben je nach Qualität einen Heizwert zwischen 6,5 und 8,5 kWh\kg.

Cheminees

Im südlichen Raum verbreitete Bezeichnung für Kamin.

Dauerbrandofen

Für die Verbrennung schwarzer Brennstoffe ausgelegter Ofen. Durch eine besonders feine Verbrennungsluftsteuerung ist auch Teillastbetrieb möglich. 
Dauerbrandöfen besitzen meist keine Scheiben.

Doppelrohrbogen

Beim Warmluft- oder Kombiofen die Verbindung zwischen Heizeinsatz und Nachheizkasten bzw. Nachheizzügen.

Drosselklappe

In einem Abgasstutzen oder Rauchrohr eingebaute Klappe zur Verringerung der Gasdurchfuhr.

Falschluft

Tritt bei fehlerhaften Dichtungen oder ungewollten Öffnungen im Ofen oder Schornstein auf. Im Ofen führt die Falschluft zu einer 
unkontrollierten und uneffektiven Verbrennung. Falschluft im Schornstein mindert den Unterdruck in diesem und kann einen mangelhaften Schornsteinzug bewirken.

Feuerraum

Siehe Brennraum

Feuerungsverordnung

Landesverordnung über Feuerungsanlagen (FeuVO). Gilt für Feuerungs-, Wärme- und Brennstoffversorgungsanlagen und regelt die Vorraussetzungen um eine 
solche zu Betreiben.

Frischluftkanal

Ermöglicht die erforderliche Frischluftzufuhr um einen Unterdruck im Aufstellungsraum zu Vermeiden. Dieser Luftkanal kann ein richtig 
dimensioniertes Rohr ins Freie, ein Kanal in den zwangsbelüfteten Keller oder die Türen ohne vollständigen Türanschlag sein. 
Ist für alle Kamin und Kachelöfen mit Ausnahme des Grundofens notwendig.

Funkenschutzplatte

Mindestens 50 cm (oder Höhe des Feuerraumbodens+30 cm)) vor dem Stehrost und 30cm neben der Feuerraumtür (oder Höhe des Feuerraumbodens+20 cm) 
darf der Fussboden nicht aus brennbaren Materialien bestehen. Ist diese Vorraussetzung nicht gegeben muss in diesem Bereich eine Funkenschutzplatte 
gelegt werden. Diese besteht zumeist aus Glas ,Stahl oder Edelstahl und ist in vielen Formen und Größen erhältlich. Die Glasplatten bestehen aus einem unter 
Spannung gegossenen Sicherheitsglas, ähnlich einer Autoscheibe. Wir empfehlen bei Gebrauch der Glasplatte eine spezielle Silikondichtlippe als 
Schmutzbarriere zu verwenden.

Gasschlitz

Bohrungen zwischen Brennraum und Kamin um den Abzug unverbrannter Gase zu ermöglichen und damit eine eventuelle Explosion in den Zügen des Grundofens zu verhindern.

Glasur

Farbige Oberfläche einer Kachel. Auftrag durch Einbrand eines speziellen Pulvers oder Flüssigkeit.

Grund(kachel)ofen

Aus Schamotten gemauerter Speicherofen mit heutzutage meist rostloser Verbrennung am Ofengrund (Tiroler Verbrennung). Wärmeabgabe überwiegend durch Strahlungswärme. Lange Wärmespeicherung .Hohe Verbrennungstemperatur mit geringen Ascherückständen.

Hafner

In Österreich und der Schweiz die Berufsbezeichnung für einen Ofensetzer. 3-jähriger Ausbildungsberuf.

Hafnerdraht

2-4mm starker Federstahldraht zum Herstellen von Hafnerklammern (Befestigung von Schamotten oder Kacheln)

Heizeinsatz

Als fertiges Bauteil gelieferter metallische Brennkammer für Heizkamine, Warmluft- und Kombikachelöfen . Er besteht aus einem Feuerraum (inkl. Tür), der Heizgasumlenkung und den Abgasstutzen.

Heizkamin (siehe Warmluftkamin)

Heizleistung

siehe Nennwärmeleistung

Heizwert

siehe auch Brennwert. Größeneinheit über die gespeicherte Energie eines Brennstoffes. Angabe für Holz bei einem Feuchtegehalt < 20%    

Brennstoffart

Benötigte Menge für 10000kw\h

Heizwert Kilogramm(kwh)

Heizoel (extra leicht)

990 Liter

12 (10,1 kwh\l)

Erdgas, Gruppe H

961 m³

13 (10,4 kWh\m³)

Strom

10000kw\h

 

Pellets

2000 kg

5

Braunkohlebriketts

2200 kg

4,5

Steinkohlebriketts

1250 kg

8

Laubhölzer

0,7 Festmeter=0,7m³=1Ster=

1Raummeter=1Schüttmeter

 

Ahorn

5,2  Raummeter\Ster

4,1

Birke

5,2 Raummeter\Ster

4,3

Buche

4,8 Raummeter\Ster

4,0

Eiche

4,7 Raummeter\Ster

4,2

Erle

6,7 Raummeter\Ster

4,1

Esche

4,8 Raummeter\Ster

4,2

Pappel

8,3 Raummeter\Ster

4,1

Weide

7,1 Raummeter\Ster

4,1

Nadelhölzer

 

 

Fichte

6,7 Raummeter\Ster

4,5

Kiefer

5,9 Raummeter\Ster

4,4

Tanne

7,0 Raummeter\Ster

4,5

Heizwert im Verhältnis zur Holzfeuchte (Beispiel Buche)

 

 

Buche frisch  50%

8,1 Raummeter\Ster

2,1

Buche 1 Jahre  35%

7,4 Raummeter\Ster

3,0

Buche 2 Jahre  20%

4,8 Raummeter\Ster

4,0

Buche 3 Jahre  10%

4,3 Raummeter\Ster

4,5

 

Hinterlüftung

Zwischenraum für eine gewünschte Luftzirkulation .Führt zum Beispiel ungewollte warme Luft ab oder verhindert Kondenswasserbildung.

Holzpellets

Neben oder Abfallprodukt aus der holzverarbeitenden Industrie. Sie werden unter hohem Druck aus Sägemehl oder Hobelspänen gepresst. Pellets bestehen zu 100% aus unbehandeltem Holz. Chemisch-synthetische Bindemittel sind nicht erlaubt. Als Bindemittel wird oftmals Getreidemehl verwendet. Durchmesser 6mm,Länge 10-30mm,Dichte mind. 1,1kg\dm³,Brennwert 4,9-5,0kWh\kg, Schüttgewicht 650-700kg\m³

Hypokaustenofen

Bautechnik für sehr große Strahlungsöfen. Die im Ofen gewonnene warme Luft wird durch ein spezielles Zirkulationssystem als Strahlungswärme an der Oberfläche des Ofens abgegeben

Kacheln

Für die Ofenoberfläche genutztes Gestaltungselement. Wird aus Ton gefertigt und anschließend mit einer Glasur gebrannt. Abgabe von langwelligen angenehm empfundenen Wärmestrahlen.

Kachelofen

Oberbegriff für  meist mit Kacheln verkleidete feststehende Holzbrandöfen (In seltenen Fällen auch mit Kohle heizbar). Ein Kachelofen kann ein Kachelgrund-, Hypokausten-, Warmluftkachel-, Kombinationskachelofen oder Heizkamin sein.

Kamin

Aus dem lateinischen Wort „camius“ übersetzt bedeutet Kamin Ofen. Je nach Region ist der Kamin jedoch die Bezeichnung für einen Schornstein oder für eine mit dem Schornstein integrierte Feuerstätte.

Kaminbesteck

Werkzeug zum Schüren und Reinigen. Besteht meist aus einem Besen, Schaufel und Haken.4-teiliges Besteck ist zusätzlich mit einer Greifzange für die Holzscheite ausgestattet.  

Kaminofen

Beweglicher transportfähiger Ofen. Er kann aus Guss, Stahl oder Speckstein hergestellt sein und mit verschiedenen gestalterischen Elementen wie Kacheln oder Naturstein umkleidet sein. Der Wirkungsgrad moderner Kachelöfen bewegt sich um 80%.

Kohlendioxid

Ist die Verbindung von einem Teil Kohlenstoff und 2 Teilen Sauerstoff.C+O²=CO².Dieses Gas ist das Endprodukt einer sauberen Verbrennung. Kohlendioxid ist ungiftig, nicht brennbar und geruchlos. Verbindet sich Kohlendioxid mit Wasserdampf entsteht Kohlensäure.H²CO³ kann einen Schornstein schädigen, da Sie Kalk auflöst und somit die Fugen.

Kohlenmonoxid

Ist das Produkt einer unvollkommenen Verbrennung. Es entsteht bei Luftmangel während der Verbrennung. Es verbindet sich nur ein Teil Kohlenstoff mit einem Teil Sauerstoff.C+1\2O=CO .Kohlenmonoxid ist wie Kohlendioxid geruchs-, farb- und geschmacklos. Im Gegensatz zu diesem aber extrem Giftig. Schon 0,1% wirken tödlich.

Kombinationskachelofen

Funktionsweise ähnlich dem Warmluftkachelofen. Statt des Nachheizkasten jedoch mit keramischen Nachheizzügen zur Steigerung der Wärmespeicherfähigkeit ausgestattet. Raumwärme durch Konvektion und Strahlungswärme.

Konvektion

Wärmemitführung strömender Stoffe. Im Ofenbau z.B. zwischen heißen Metallplatten erwärmte, zirkulierende Luft. Siehe auch unter Wärme

Konvektionsöfen

Öfen die auf Grundlage der Konvektion den überwiegenden Teil Ihrer Energie durch erwärmte Luft abgeben. Dadurch bedingt schnelle Erwärmung eines Wohnraumes. Umgekehrt bedingt eine schnellere Abkühlung des Ofens. Ein großer Teil derKaminöfen und der Warmluftkachelofen basiert auf  dem Konvektionsprinzip.

Konvektionswärme

Siehe Wärme

Leuchtfenster

Bezeichnung für eine Glasscheibe in der Ofentür.

Luftschieber

Dient zum Einstellen der richtigen Luftmenge, welche in den Brennraum gelangen soll.

Meidinger Scheibe

Flache Schornsteinabdeckung. Wird 20-30cm über dem Schornstein angebracht und verhindert, neben Regenwassereintritt, das Eindrücken von Rauchgasen in den Schornstein durch Wind.

Nachheizflächen

Auch Heizradiator genannt. Metallische, meist  gusseiserne Heizfläche hinter dem Heizeinsatz zur Steigerung der Heizleistung in einem Warmluftofen/Kamin. Als kastenförmige Ausführung Nachheizkasten genannt. Auch keramische Nachheizflächen sind möglich.

Nennwärmeleistung

Ist der Wert  bei dem der Ofen seine Din-Prüfung bestanden hat und ist eine Aussage über die Heizleistung  eines Ofen  bei optimaler Füllung und Verbrennung. Die maximale  und minimale Wärmeleistung (Wärmeleistungsbereich) ,in der noch eine saubere Verbrennung stattfindet, kann über oder unter dieser Angabe liegen.

Folgende Größen sollen als grobe Anhaltswerte für  die richtige Leistung bei der Ofenwahl dienen, bezogen auf ein durchschnittlich isoliertes Haus. Für einen schlecht isolierten Altbau könnte sich die angegebene Nennwärmeleistung durchaus verdoppeln. Für ein Niedrigenergiehaus wiederum wäre die Wärmeleistung überdimensioniert. In diesem Fall könnte man die angegebene Nennwärmeleistung bis auf die Hälfte reduzieren.

Nennwärmeleistung in kW/h

Raumfläche in m² Deckenhöhe 2,5m

Holzmenge  kg\Stunde

5

40-60

1,6

6

50-80

1,9

7

60-90

2,2

8

70-100

2,5

9

80-120

2,8

10

90-140

3,1

 

Ofenkauf

Vor dem Ofenkauf steht der Schornstein im Mittelpunkt der Überlegungen. Ist ein Schornstein vorhanden? Ist er funktionsfähig? Passen die Dimensionen zum zukünftigen Kamin/Ofen? Wenn kein Schornstein vorhanden ist. Wo und wie lässt sich nachträglich ein Schornstein montieren? Darf ich überhaupt in meinem Wohngebiet mit Holz heizen?
Diese Fragen sollten im Vorwege mit Ihrem zuständigen Bezirksschornsteinfeger besprochen werden. Er wird Sie bestimmt gerne beraten und besitzt die nötige Kompetenz.  Für die Umsetzung einer eventuellen Schornsteinsanierung oder einer Neuerrichtung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Ist die Schornsteinfrage geklärt sollte man sich über den Einsatzbereich seines zukünftigen Schmuckstücks Gedanken machen. Der Entschluss zum Erwerb eines Ofens kann aus verschiedenen  Überlegungen resultieren. Da wäre z.B. die Gemütlichkeit. Ein Feuer strahlt auf jeden Betrachter eine Faszination und gleichzeitig Geborgenheit aus. Was gibt es schöneres, als an einem kalten Winterabend vor einem lodernden Feuer zu verbringen? Soll die Heizungsanlage entlastet und somit ein Teil der Heizkosten eingespart werden? Gerade in den Übergangszeiten kann ein Kaminofen seine Fähigkeiten wirkungsvoll entfalten. Aber auch zum abendlichen Aufheizen der tagsüber gesenkten Raumtemperatur ist ein Kaminofen ein nützlicher Helfer und spart viel Geld. Oder wird der Ofen gar zur primären Heizquelle und bewart Sie zukünftig vor bösen Überraschungen mit der Heizöl- oder Gasrechnung ?Soll der Ofen überwiegend angenehme Strahlungswärme abgeben oder lieber wirksame Konvektionswärme? Jede einzelne dieser Überlegung verlangt dem Ofen andere Eigenschaften ab. Kann ich bei erster Überlegung mehr oder weniger auf die Optik achten, muss ich bei zweiter Überlegung mehr die Leistung  in den Vordergrund rücken. Der Ofen als primäre Heizquelle muss wiederum ganz andere Wärmespeicherfähigkeiten aufweisen. Ein effektiver Strahlungsofen verlangt nach einer gewissen Größe. Eins jedoch wird von jedem Ofen erwartet. Er soll seinem Besitzer viele Jahre Freude bereiten. Damit aus der Freude kein Ärger wird sollte eine gute Qualität vorausgesetzt werden. Diese hat ihren Preis! Sie können von einem 1000 Euro teueren Ofen nicht die gleiche Qualität und Technik erwarten, die ein deutlich teuerer Ofen bietet (Sei es aus dem Baumarkt oder Fachgeschäft). Sollten Sie sich für Service und Qualität entscheiden, lassen Sie sich ausführlich von Ihrem Fachhändler über das geeignete „warme Möbelstück“ informieren.

 

Physikalische Einheiten

im Ofen und Heizungsbau

Physikalische Größe

Symbol

Formelzeichen

Einheiten

alte

Symbole

Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit (Rechenwert)

lR

W/(m K)

lR

Fugendurchlasskoeffizient

a

-

 

Luftwechselrate

n

1/h

 

Oberflächentemperatur, innen

                                   , außen

qsi, Jsi

qse, Jse

°C

Jo,i

Jo,a

spezifische Wärmekapazität

c

KJ/(kg K)

c

spezifischer Wärmeverlust

  spez. Transmissionswärmeverlust

  spez. Lüftungswärmeverlust

H

HT

HV

W/K

 

Temperatur in Celsius

thermodynamische Temperatur

q, J (Theta)

T

°C

K

J

T

Temperaturdifferenz

Dq, DJ, DT

K

DJ, DT

Transmissionswärmestrom

H

W

 

Wärmedurchgangskoeffizient

U

W/(m² K)

k

Wärmedurchgangswiderstand

RT

m² K/W

1/k

Wärmedurchlasswiderstand (Wärmedämmwert)

R

m² K/W

1/L

Wärmegewinn

  Solarwärme

  Interne Wärme

Qg

QS

Qi

Wh, kWh

Q

Wärmeleitfähigkeit

l

W/(m K)

l

Wärmemenge

speziell: Wärmemenge des Jahres-Heizenergiebedarfs

Q

J (Joule) = Ws

Wh, kWh

Wh/a, kWh/a

Q

Wärmestrom

F (Phi)

W (Watt)

Q‘, Q“

Wärmestromdichte

q

W/m²

q

Wärmeübergangskoeffizient

h

W/(m² K)

a

Wärmeübergangswiderstand, innen

                                           , außen

Rsi

Rse

m² K/W

1/ai

1/aa

Wärmeverlust

QI

Wh, kWh

 

Relative Luftfeuchte

f, j

% (Prozent)

j

Sättigungsdruck des Wasserdampfes

ps

Pa

ps

Wasserdampfdruck (Teildruck)

p

Pa (Pascal)

p

 

Primärluft

Wird dem Brennstoff von unten durch den Rost zugeführt und dient bei der Verfeuerung von Holz als Anheizhilfe. Ist eine Grundtemperatur erreicht sollte bei der Holzverbrennung nur noch Sekundärluft zugeführt werden. Der Rost sollte, wenn möglich, geschlossen werden. Im Gegensatz dazu wird bei schwarzen Brennstoffen während der gesamten Verbrennung Primärluft benötigt.

Pufferspeicher

Dient der Speicherung überschüssiger Wärme. Die Bundesemissionsschutzverordnung fordert ein Pufferspeichervolumen von mindestens 25 l\kw.Wir empfehlen mindestens 50 Liter je kW Nennwärmeleistung.
1000 Liter Wasser speichert 1,16 kW pro Grad. Bei einer angenommenen nutzbaren Temperaturdifferenz von 50°C stünden somit 58kW zur Verfügung.

Folgende Dimensionen sollen als grobe Anhaltspunkte dienen:

Kesselnennwärmeleistung in kW

15

24

35

50

Pufferspeicher in Liter

1*750

2*750

2*1000

3*1000

 

Rauch(gas)rohr

Verbindungsrohr vom Heizeinsatz oder Kaminofen zum Schornstein. Oder genauer, vom Abgasstutzen zum Wandfutter. Viele Öfen lassen sich sowohl „hinten“ als auch „oben“ anschließen.  Aufgrund der besseren Thermik und der zusätzlichen Wärmetauschflächen (Ein Rauchrohr kann unter Umständen bis 1 kW Wärme an den Raum abgeben) empfehlen wir den Topanschluss. Für diesen gibt es nahtlose gezogene Rauchrohrbögen oder mit Naht geschweißte. Erstere sind optisch gefälliger und technisch besser (weniger Widerstand) aber leider auch teuerer. In dem Bogen sollte sich eine Reinigungsklappe befinden. Weiterhin wäre eine eingebaute Drosselklappe von Vorteil. Die Materialstärke des Stahlrohres sollte mindestens 2mm betragen. Eine gute Passgenauigkeit ist Vorraussetzung für eine einwandfreie Funktion.

Rost

Über dem Aschekasten befindliche Brennstoffauflage. Wird eigentlich nur für Dauerbrandbrennstoffe (z.B. Kohlebriketts) benötigt, da bei diesen Verbrennungsluft auch von unten zugeführt wird. Sollte für die Verbrennung von Holz geschlossen sein, da der Rost kühlend wirkt und so einer optimalen Vergasung entgegen wirkt. Die meisten modernen Grundöfen und einige Kaminöfen (z.B. unsere Specksteinöfen von Granit-Kleber) besitzen keinen Rost. Bei ihnen findet die Verbrennung bei hohen Temperaturen am Ofengrund statt (Tiroler Verbrennung).

Rumpf

Nennt man die Rückseite von Ofenkacheln.

Ruß

Teerhaltiger Restkohlenstoff nach einer Verbrennung.

Schamott

Hitzebeständiges (Schmelzpunkt ca. 1600 Grad) aus den Rohstoffen Ton, Kaolin und Syenit gebranntes Material im Ofenbau. Der Schamott dient als Hitzeschild. Die Dichte des Schamotts beträgt, je nach Qualität, zwischen 1,5-2,0 g\cm³.

Scheibenspülung

Siehe Sekundärluft

Schornstein

Senkrechtes, ins Freie mündende, rußbrandbeständiges Rauchgasrohr oder Schacht zur Entsorgung von Abgasen .Der Schornstein gilt als der Motor des Ofens. Er kann klassisch gemauert (Kamin), aus Formelementen geklebt oder aus Edelstahlrohren gesteckt sein. Kamin\Ofen und Schornstein müssen aufeinander abgestimmt sein. Schornsteinhöhe (min. 4 Meter) ,Querschnitt  und die Oberfläche sind die wichtigsten Parameter für die einwandfreie Funktion eines Schornsteines. Jedoch können viele andere Faktoren eine einwandfreie Funktion des Schornsteines verhindern.

Schornsteinversottung

Teerartige Ablagerung  im Schornstein. Entsteht bei unzureichendem Unterdruck im Schornstein. Das Verdunstungswasser mit seinen Säuren und anderen Komponenten kondensiert vor dem Austritt  aus der Schornsteinöffnung auf der Schornsteinwand. Ursache könnten falsch berechnete Züge oder die Feuerung von zu feuchtem Holz sein. Die Stelle, an der das Kondensieren stattfindet wird auch Taupunkt genannt.

Schwedenofen

Andere Bezeichnung für Kaminofen

Sekundärluft

Ist die im oberen Teil des Brennraumes zugeführte Luft und dient der Nachverbrennung verbliebener Bestandteile im Rauchgas. Die Verbrennung von Holz vollzieht sich zu 80% oberhalb des Brennstoffes. Mit der Zuführung von Sekundärluft wird der Wirkungsgrad gesteigert und die Schadstoffemissionen gemindert.Die Zuführung der Sekundärluft kann über einfache Bohrungen oberhalb der Tür oder über einen aufwendigen Verteilerrahmen mit vorgewärmter Luft erfolgen. Diese vorgewärmte Luft wird dann über das Leuchtfenster in den Brennraum geleitet und vermindert die Verschmutzung der Scheiben. Man spricht in diesem Fall von einer Scheibenspülung

Sims

Überständiger oberer oder unterer Abschluss einer senkrechten Ofenwand.

Speckstein

wird auch Talkschiefer oder Steatit genannt. Er besteht überwiegend aus Magnesium-Silikat Talk.Weitere Bestandteile bilden die Minerale Chlorit, Magnesit und Serpentin. Mit seiner hohen Dichte von 2,75 kg/dm³ bildet er ein ideales  Speichermaterial im Ofenbau. Zudem ist Speckstein unempfindlich gegenüber hohen Temperaturen und Säuren. Im Ofenbau verwendeter Speckstein ist nachweislich frei von Asbestfasern

Strahlungswärme

Siehe Wärme

Taupunkt

Siehe Schornsteinversottung

Vermeculite

Aus Aluminium-Eisen-Magnesiumsilikat hergestellte Thermoplatten zur Feuerraumauskleidung. Geringes Gewicht, gute Wärmereflexion und leicht zu Verarbeiten. Vermeculite wird in der Natur im Tagebau gewonnen.

Versottung

siehe Schornsteinversottung

Wärme

Ist im physikalischen Sinne der Energiezustand eines Stoffes. Die Wärmemenge wird in Joule gemessen. Die Wärmeleistung gibt an in welcher Zeit diese Wärmemenge geflossen ist. Die Maßeinheit ist das Watt. 1J=1Ws  1Wh=3600J 

Es gibt drei Arten der Wärmeübertragung:

Wärmeleitung, Wärmestrahlung und Konvektion

Jeder Stoff leitet die ihn umgebende Wärme solange weiter, bis die Temperatur innerhalb des Mediums gleich ist.  Entscheidend für die Wärmeleitfähigkeit ist die Dichte und die Struktur eines Stoffes. Materialien mit hoher Dichte leiten besser, poröse Stoffe schlechter. Die Maßeinheit für die Wärmeleitfähigkeit ist der griechische Buchstabe lambda.

Bei der Wärmestrahlung handelt es sich um elektromagnetische Schwingungen. Ähnlich den Lichtwellen können Wärmestrahlen reflektiert, absorbiert oder gebrochen werden. Treffen die Strahlen auf einen Körper oder Gegenstand wird Strahlung in Wärmeenergie umgewandelt. Die Strahlungswärme verursacht wenig Luftzirkulation ,erzeugt ein geringes Temperaturgefälle innerhalb des Raumes und wird auch aufgrund seiner Ähnlichkeit mit der Sonnenstrahlung als sehr angenehm empfunden.

Die Konvektion ist die Wärmemitnahme strömender (Gase oder Flüssigkeiten) Stoffe wie Wasser oder Luft. Werden diese Stoffe  erwärmt ändern sie ihre Dichte und steigen in dem Medium auf. Die Größe für Konvektion ist der Wärmeübergangswert .Mit der Dichte und mit der Strömungsgeschwindigkeit nimmt dieser zu.

Wärmeerzeuger

Oberbegriff für Feuerstätten jeglicher Art

Wärmetauscher

Ein jeder Körper hat das Bestreben die Temperatur anzunehmen, die ihn umgibt. Hält man ein mit kaltem Wasser gefülltes Eisenrohr in einen Eimer heißes Wasser, so wird nach einiger Zeit die Wassertemperatur im Eimer gleich der Wassertemperatur im Rohr sein. Das Wasser im Eimer ist nunmehr kälter, das im Rohr wärmer. Die Wärme wurde „getauscht“. Wasserführende Öfen übertragen die Wärme eines Ofen nach dem gleichen Prinzip in einen Heizungskreislauf. Die wasserführenden Elemente nennt man Wärmetauscher.

Wasserführende Kaminöfen

Werden meist mit der Zentralheizung kombiniert. Durch Zuschalten eines Pufferspeicher kann die gewonnene Wärme bevorratet werden .Je nach Leistung ist ein wasserführender Ofen in der Lage ganze Einfamilienhäuser zu Beheizen. Wird als Puffer ein Kombispeicher gewählt dient er auch der Brauchwasserversorgung.

Wirkungsgrad

Beschreibt die Effizienz einer Verbrennung .Er ist das Verhältnis der eingesetzten Energiemenge (z.B 1kg Buche hat eine Wärmemenge von ca.4,1kW)zu der dem Raum zugeführter Energiemenge (bei einem Wirkungsgrad von 80% somit 0,8kW).Gute Kaminöfen haben einen Wirkungsgrad von bis zu 87%.

Schöne Wärme KG. Hamburgs Ofenstudio